Berufsbild

Das Berufsbild des Lotsen

Lotsen sind qualifizierte Berater des Kapitäns in küstennahen Gewässern, Flüssen, Kanälen und in deutschen Seehäfen. Sie kommen traditionell aus der Handelsschiffahrt, wo sie selbst als Kapitäne Erfahrung im Rahmen ihrer oft mehrjährigen Fahrzeit gesammelt haben, und werden durch weitere Schulungen und Trainings für das Navigieren und Manövrieren unterschiedlicher Schiffstypen und in ihrem Lotsrevier ausgebildet.

Deutsche, für ein Lotsrevier bestallte Seelotsen üben ihre Tätigkeit als freien, nicht gewerblichen Beruf in einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes aus. Sie handeln damit nicht privatwirtschaftlich, sondern unterstehen – ähnlich wie Beamte – der Aufsicht und Weisung der Schiffahrtsbehörde, womit der Bund sein Interesse an der Sicherung der deutschen Seeschifffahrtsstraßen und Seehäfen sicherstellt. 

Lotsen haben im Rahmen ihrer Beratung die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt, den Schutz der Umwelt und die Abwehr von Gefahren für Menschen und Sachgüter vorrangig zu berücksichtigen. Sie gehören nicht zur Schiffsbesatzung, zählen aber gem. SeeSchStrO und Seelotsgesetz zum Brückenteam und sind für die sichere Führung des Schiffes mitverantwortlich.

Seelotsen haben keine feste Arbeitszeit, sie werden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bei Bedarf angefordert. Sie müssen daher zeitlich flexibel und rund um die Uhr einsatzbereit und abrufbar sein.

Lotsen müssen körperlich fit und auch ein wenig belastbar sein. Die körperliche Eignung wird im Rahmen einer Seelotstauglichkeitsuntersuchung alle drei, ab dem vollendeten 45. Lebensjahr alle zwei Jahre festgestellt. 

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© Lotsenbrüderschaft Weser 2 / Jade 08.2017